Monatliches Archiv: Juli 2012

Jul 31 2012

Fanrezensionen aus Wien

Die folgende Fanrezension stammt von unserem Leser Leopold und bezieht sich auf die vielen negativen Rezensionen in der österreichischen Presse:

Also ich muss jetzt mal Dampf ablassen entgegen aller berichte über den Wien Gig es war einfach super ich war auch auf der Donauinsel 2008 und diesesmal war das Puplikum wesentlich besser und hat stimmung gemacht und die Show war einfach geil und Madonnas Ansprache war auch geil und der Soundcheck und überhaupt warum regen sich die leute auf das sie uns eine stunde warten hat lassen das ist Madonna okay und jeder richtige Fan weis das und es hat mich überhaupt nicht gestört pfff so das wollte ich nur loswerden liebe grüsse! Leopold aus St.Pölten Austria!

Die folgende Fanrezension stammt von unserem Leser Simon:

So, endlich bin ich auch wieder Zuhause nach vier wunderschönen Tagen in Wien mit einem grandiosen Abschluss.
Am Konzerttag waren wir gegen 17h und schon vom Bahnhof konnte man hören dass Madonna gerade schon den obligatorischen Soundcheck machte, und ja, tatsächlich wieder vor Publikum. An den Eingängen zum GC war wenig los und so waren wir schnell im Stadion. Absolute Gratulation an die Organisierer. Es dauerte nicht mal 5 Minuten und wir hatten die Kontrollen passiert.
Leider begann es dann an zu regnen. Als wir reinkamen probte sie gerade *TUTR* und unter anderem erwähnte sie, dass *Love Spent* eventuell bald Teil der Show werden wird.
Ganz toll fand ich auch, dass Sie sich normal mit den Fans unterhielt. *you know that the show begins in bout 5hrs. You’re not afraid to get wet?*
Dann begann das Warten… Bis Martin Solveigh auf der Bühne erschien, dauerte es noch eine ganze Weile Er kam gegen 20h, als langsam die Dämmerung einsetzte.
Er hat es definitiv geschafft, die Menge auf die Queen vorzubereiten und gute Stimmung  verbreitet, die aber schnell verschwand als wir wieder ca. 45 Minuten warten mussten. Als dann endlich die Lichter ausgegangen waren und man die ersten Worte *Oh my god* hoerte, war es vorbei mit der Ruhe und der schlechten Laune.
Zu den Songs, die mich am meisten beeindruckt haben: *Girl gone wild*: In meinem ganzen leben habe ich noch nie zuvor so ein perfekt/geiles Intro gesehen. Bisher war die *Confessions Tour* DER Maßstab für geile Introsp., damit hat Sie sich mal wieder komplett selbst uebertroffen. Das ganze Set war DER Hammer, alleine die Aktion mit dem Beichtstuhl.
*Gang Bang* Und wenn man dann dachte, es geht nicht besser, wurde eines besseren Belehrt. Die Kulisse mit dem Motel war mit Abstand das geilste, was ich je an einem Konzert gesehen habe, da war die Show fast schon egal. Madonna flitzte über die Bühne und erschoss ihre Lover mit einer absoluten Grazie, unglaublich.
*Express yourself/BTW/SNM* Der Song zählt spätestens seit der DVD der GS ’93 zu meinen Lieblingiedern und so war es fuer mich unglaublich, es endlich mal Live zu erleben. Unglaublich geiles Kostüm, aber der Knaller waren die Jungs von Circ de Solei, die mit Trommeln an SEILEN hingen, was ich zuerst nicht Begriff. Dachte ich doch, das wären die Leinwaende.
*Masterpiece* Unglaublich schön gesungen, jeder, wirklich jeder Ton hat gepasst und es war einfach Feuerzeug-Stimmung!!
*Vogue*: Ich denke zum Song selbst  muss man nicht mehr viel Sägen und auch die Kostüme sind bekannt. Aber es war so geil, denn auch hier wurde man sofort an die GS erinnert, zumal die Musik fast gleich war.
*Like a Virgin* Absolute Gänsehautstikmung. Spaetestens hier merkt man, das Madonna einfach jede Tonlage singen kann. 1000mal besser als bei der S&S.
*Like a prayer* Ich fuehlte mich ploetzlich auf die RIT versetzt, wo der Song schon einmal mit Chor performt wurde. Unglaublich geil.
Ich habe noch nicht wirklich alles verarbeiten können was ich gesehen habe, kann aber definitiv sagen, dass diese Tour Madonnas beste ist. Soviel equipment etc habe ich bei ihr noch nie gesehen.
Negatives: Ich fand eine Ballade leider etwas wenig, sie hätte ruhig mal wieder *Bad Girl* einbauen können. Aber das ist natürlich Ansichtssache. Auch fand ich *Celebration* als Abschluss zwar schön, aber das Ende war verdammt schnell. So schnell, dass ich es zuerst gar nicht begreifen konnte.
Das Publikum in Wien war leider sehr zurückhaltend und das waehrend des ganzen Konzertes, selbst am Ende wurde nicht geklatscht.
Fazit: Die Confessions Tour hat nach 6 Jahren endlich nen würdigen Nachfolger bekommen!
She’s the only queen of pop!!!

 

Jul 31 2012

Widerstand in Polen

Als nächster Tourstopp steht morgen Warschau auf dem Programm. Und da wird es wieder etwas heikel. Wir erinnern uns: 2009 gastierte Madonna mit Sticky & Sweet 2.0 am 15. August in Polen, Mariä Himmelfahrt, und christliche Aktivisten hatten versucht, das Konzert zu vehindern. Auch dieses Mal gibt es Proteste und Versuche, das Konzert zu unterbinden, denn der 1. August ist der Gedenktag des Warschauer Aufstandes von 1944 gegen die Besetzung durch das Naziregime. Er markiert den ersten Tag eines 63 Tage dauernden Aufstandes, bei dem es zum Massenmord an Tausenden von Polen und zur fast völligen Zerstörung der Stadt kam. Jedes Jahr wird an diesem Tag dem Aufstand und den Toten mit Gedächtnisfeiern, Schweigeminuten, Sirenengeheul und speziellen Gebeten gedacht. Da kommt eine fröhliche und pistolengeladene Show wie MDNA etwas ungelegen.

Doch die örtlichen Konzertveranstalter konnten sich mit der Stadtregierung darauf einigen, dass die Show wie geplant stattfinden kann, wenn zu Beginn der Show ein Videoclip über den Warschauer Aufstand als Hommage an die Kriegsveteranen gezeigt wird. Madonna zeigte sich damit einverstanden, sodass es morgen einen etwas ungewöhnlichen Einstieg in das Konzert geben wird.

Verschiedene polnische, christliche Verbände finden allerdings nach wie vor, dass Madonna blasphemischen Gebrauch religiöser Symbole betreibt, und ihre Show verboten werden sollte. Zu einem Verbot wird es nicht mehr kommen, aber es ist unter Umständen mit kleineren Protestaktionen zu rechnen.

Quellen: Welt, Erdbeerlounge u.a.

Jul 31 2012

Urlaub in Wien

Wie unsere Leser bereits wissen, verbringt Madonna momentan gleich mehrere Tage in Wien, residiert derweil im Hotel Imperial und absolviert ein ausgedehntes, privates Kulturprogramm.

Als sie am Samstag abend in Wien eintraf, fand auf dem Karlsplatz gerade das Wiener Popfest statt, dessen übliche Geräuschkulisse aus Musik und Passantenlärm zum Hotel herüber drang. Das war Madonna zu laut, denn sie könne sich so nicht auf ihr Training konzentrieren. Sie drohte sogar damit, das Hotel zu wechseln, wenn keine Abhilfe geleistet würde. Nur fand sich so schnell kein anderes Hotel, das sie und ihre 30-köpfige Entourage aus Bodyguards, Personal Trainer, Visagisten und Koch hätte aufnehmen können und in einem ruhigeren Bezirk der Stadt lag. Sie musste also bleiben.

Nicht besonders amüsiert war sie auch von dem Krach, den ihre eigenen Fans vor dem Hotel veranstalteten. Ihr Manager Guy Oseary musst sie mit den Worten „Die Kinder wollen schlafen und Madonna auch!“ vertreiben.

Den Sonntag begann sie mit einem zweistündigen Training im angelieferten und im Ballsaal aufgebauten Fitnesscenter. Ab 10 Uhr trainierte sie zu lauter Hip-Hop-Musik auf Trampolinen und Stufenbarren, bevor sie dann am Nachmittag zum Stadion fuhr.

Am Montag ging es dann, wie unsere Leser schon wissen, ins Leopoldmuseum. Dort hatte sie eine zweistündige Privatführung durch die Schiele-Sammlung und die Ausstellung „Klimt persönlich“ gebucht. Die Führung übernahmen Tobias G. Natter, museologischer Direktor des Museums, sowie Leopold- Museum- Vorstand Diethard Leopold. Nach deren Auskunft hat sich Madonna „extrem interessiert“ gezeigt und zahlreiche „aufmerksame Fragen“ gestellt, wodurch sich ein „wunderbarer Dialog“ entwickelt habe. „Nacktheit, Sexualität, künstlerische Grenzüberschreitungen und Skandale spielen im Werk von Klimt und Schiele ebenso eine Rolle wie im Schaffen Madonnas.“ Madonna verewigte sich auch im Gästebuch des Museums und imitierte dabei den stempelartigen Stil Schieles. Bei vienna.at gibt es ein Foto davon.

Quellen: OE24, Krone, Vienna

 

 

Jul 30 2012

Reportagen aus Wien

In der TVthek des ORF gibt es zwei Videoreportagen über Madonna. Die erste berichtet darüber, wie sie das Leopoldmuseum besucht, während die österreichischen Fans vorm Hotel Imperial ausharren, um Madonna privat zu erwischen. Die zweite fängt ein paar Fanstimmen zum Konzert ein.

Quelle: ORF

Jul 30 2012

Videos aus Wien

Die Fans in Wien hatten Glück gestern, denn sie durften Zeugen eines Soundchecks werden. Es regnete zwar ein bisschen, doch das trübte die Stimmung der Fans bei diesem erlesenen Anlass natürlich nicht. Über Love Spent verriet sie, dass sie es noch nicht genügend geübt habe, dass der Song aber vielleicht irgendwann noch Teil der Show werde.

Während ihrer Rede in der Show sprach Madonna den Vorfall in Paris an. Sie sagte: „Wo immer ich hingehe, was auch immer für eine Art Show ich mache, ob in einem Stadion, in einer Sportarena oder in einem kleinen Nachtclub in Paris, ich mache es immer mit ganzem Herzen und ganzer Seele, 300 Prozent. Ich mache es für meine Fans, denn sie verdienen es. Und auch alle anderen hier auf der Bühne machen das. Wir alle geben euch unseren Schweiß, unsere Tränen, unser Herz und unsere Seele. Okay? War jemand von euch in Paris? Ich möchte klarstellen, wenn ihr irgendwelche negativen Berichte darüber gehört habt, ganz offensichtlich, waren diese Leute nicht meine Fans. Sie waren nicht dort, um mich zu unterstützen. Aber das ist okay. Denn wo immer es Dunkelheit gibt, da werde ich etwas Licht hinbringen. Und das ist übrigens auch die Aufgabe von jedem hier im Stadion. Wenn du an einen Ort kommst, und findest, dass er etwas seltsam ist, oder dass die Energie der Leute etwas negativ ist, dann es ist es deine Aufgabe, das Licht zu bringen. Versteht ihr das? Eure Aufgabe ist es, die Energie zu ändern. Eure Aufgabe und meine Aufgabe und unsere Aufgabe ist es, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ohne Rücksicht auf die beschissene Einstellung einer Handvoll Leute. Wir werden sie nicht uns unseren Spaß verderben lassen.“



Jul 29 2012

Madonna über die Vorfälle im L’Olympia

Nach relativ langem Schweigen hat nun auch Madonna selbst ein Statement zu den Vorfällen im L’Olympia veröffentlicht:

„Im L’Olympia aufzutreten war ein magischer Moment für mich, und es war ein wahrer Genuss, diese spezielle Show für meine Fans zu machen und ihnen so nahe zu sein. Leider haben am Ende der Show, nachdem ich die Bühne verlassen hatte, einige Rowdies, die nicht meine Fans sind, die Bühne gestürmt und unter dem Vorwand, verärgerte Fans zu sein, Plastikflaschen geworfen. Die Presse hat sich auf diesen Vorfall fokussiert und nicht auf den fröhlichen Aspekt des Abends. Aber nichts kann diesen ganz speziellen Abend für mich oder meine Fans ruinieren. Als ich in das Publikum schaute, hatte jeder, den ich sah, ein Lächeln auf dem Gesicht. Ich freue mich darauf, diese wundervolle Erfahrung zu wiederholen.“

Quelle: madonna.com

Jul 29 2012

Hinter den Kulissen in Wien

Um die Fans auf das in wenigen Stunden beginnende Konzert einzustimmen, hat Hitradio Ö3 dieses Backstage-Video online gestellt, das den Aufbau der Bühne im Ernst-Happel-Stadion zeigt, und in dem auch Veranstalter Richard Hörmann zu Wort kommt.

Quelle: Hitradio Ö3, YouTube

Jul 28 2012

Ankunft in Wien

Um 19:31 Uhr ist Madonna heute abend mit einem Privatjet in Wien gelandet. Acht Minuten später landeten ihre Kinder mit einem zweiten Jet. Eingecheckt hat sie im Hotel Imperial, das seit Freitag auf ihre Ankunft vorbereitet wurde. Dutzende von Trainingsgeräten wurden angekarrt und der Ballsaal im Erdgeschoss in ein Fitnessstudio verwandelt. Veranstalter Richard Hörmann verrät, dass Madonna plant, bis Mittwoch in Wien zu bleiben und ein dichtgedrängtes Programm mit vielen Sightseeing-Wünschen hat. Gleich vier Museen hat sie über Hörmann angefragt. Sie interessiert sich insbesondere für den Maler Gustav Klimt, und möchte viele seiner Bilder anschauen.

Bei Society24 gibt es eine Fotostreckte von ihrer Ankunft.

Quelle: Society24

Jul 28 2012

TUTR Remixes

Wir hatten euch schon in unserem Artikel vom 13.07.12 auf einige geleakte Remixes aufmerksam gemacht. Nun darf man ganz offiziell in die vier Remixes reinhören, die am 7. August auf der Turn Up The Radio Remix EP erscheinen werden. Bei Advocate gibt es sie in voller Länge.

Quelle: Advocate

Jul 27 2012

Liz‘ Stellungnahme zu Paris #2

Madonnas Pressesprecherin Liz Rosenberg beeilte sich heute, ein Statement über den Eklat in Paris zu veröffentlichen. Sie sagte gegenüber MTV:

„Madonnas Pariser Club Show war als ein von Herzen kommendes Dankeschön an Frankreich geplant, so wie sie es zu Beginn der Show ausdrückte. Trotz ihres zermürbenden Tourneeplans wollte sie unbedingt für ihre Fans in einem intimen Setting performen, und zwar im historischen Olympia als Zeichen ihrer Liebe für französische Künstler, für das französische Kino und als Tribut an Frankreichs lange Tradition, inspirierende Künstler, Autoren, Maler, Dichter und Minderheiten aus anderen Ländern über viele Jahre hinweg willkommen zu heißen. Die Show war nicht als komplettes MDNA Konzert angekündigt gewesen, und es wurden große Anstrengungen unternommen, um die Ticketpreise in einem vernünftigen Rahmen zu halten ($100 für 2000 Stehplätze), und sie strengstens nur an ihre Fans auszugeben. Madonna hat sich die Show knapp $1 Million kosten lassen. Sie hat bereits eine handvoll Club Shows gemacht, und die waren alle nicht länger als 45 Minuten. Und ganz nebenbei, sie hat eine fabelhafte Show abgeliefert, die für Millionen von Fans rund um die Welt gestreamt wurde.“

Das meiste, was Liz hier sagt, stimmt. Madonnas Liebeserklärung an Frankreich und ihre Fans kam definitiv aufrichtig rüber. Sie wollte diese Show und damit ihre Fans glücklich machen. Und das ist ihr ja auch während der 50 Minuten, die die Show dauerte, gelungen. Was Liz aber vergisst zu erwähnen, ist dass die bisherigen Club Shows, inklusive der Hard Candy Promo Show, die ebenfalls im L’Olympia stattgefunden hatte, gratis waren. Durch die „vernünftigen“ Ticketpreise war eine falsche Erwartungshaltung entstanden.

Tragischerweise ist dies alles ein großes Missverständnis, und beide Seiten sind nun verletzt. Die Fans erwarteten mehr und fühlen sich betrogen. Madonna schüttete ihr Herz aus und erntet Hass. Und dass alles nur, weil man zu Beginn eine Presseerklärung mit dem typischen Marketing-Blabla veröffentlichte anstatt klar zu kommunizieren, was die Fans eigentlich erwartete. Hoffen wir, dass sich Fans und Madonna wieder vertragen und verzeihen können.

Quelle: Liz Rosenberg, MTV

Jul 27 2012

Fotos aus dem L’Olympia

Insgesamt 34 Fotos haben wir euch aus dem L’OLympia mitgebracht und in unserer Galerie abgelegt. Eine kleine Auswahl hier (klicken zum Vergrößern).

Jul 27 2012

Revolte im L’Olympia

Zunächst war alles perfekt. Die Halle bot genau das, was sich die Fans seit Jahren gewünscht hatten: eine kleine, intime Zusammenkunft mit Madonna. Selten war man ihr so nahe. Entsprechend bestens war die Stimmung; überall nur glückliche Gesichter; jeder war froh überhaupt dabei sein zu können. Die Show war brilliant. Vom ersten Song an, Turn Up The Radio, feierte die gesamte Halle mit. Die Fans jubelten während ihrer superlangen Rede, flippten aus bei Vogue, genossen den Beautiful Killer/Die Another Day Mashup (Ex-James Bond Pierce Brosnan war übrigens auch im Publikum), und insbesondere die französischen Fans freuten sich natürlich über Madonnas Liebeserklärung an Frankreich und Paris. Die Fans feierten ihre Königin, und diese war sichtlich zu Tränen gerührt. Ihre verruchte, ironische und provokante Darbietung des französischen Klassikers Je t’aime moi non plus, im Original von Jane Birkin und Serge Gainsbourg, die mit der dramatischen Exekution ihres Lovers endete, war zweifellos einer der Höhepunkte der Show. Die Stimmung in der Halle war unbeschreiblich, das Gejubel groß. Und deutlicher als mit dem finalen Je t’aime Screen konnte Madonna ihre Liebserklärung an die französische Nation nicht mehr machen.

Doch als dann die Lichter angingen schauten sich die Fans erstaunt um. Alle erwarteten, dass es noch weiter ginge. Und als dann Guy Oseary, der die Show vom Balkon aus mitverfolgt hatte, verschwand, und die Musiker begannen, ihre Instrumente einzupacken, dämmerte es den Fans, dass es schon vorbei war. Die Show hatte gerade mal 50 Minuten gedauert, und die Stimmung im Saal kippte dramatisch. Die Fans buhten, schrien, wurden aggressiv. Vom Balkon aus wurden Flaschen auf die Bühne geworfen. Sie schrien „Remboursez! Remboursez! (Wir wollen unser Geld zurück!)“ und beschimpften sie als „Salope (Miststück)“. Einige Fans versuchten, Madonna zu verteidigen. Vergeblich. Die meisten der Anwesenden hatten nicht gewusst, dass es nur eine Promoshow sein sollte, was auch bei den Ticketpreisen von bis zu €280 für einen Sitzplatz nicht unbedingt zu vermuten war. Sie alle dachten, sie würden eine komplette Show geboten bekommen und fühlten sich nun betrogen. Sie weigerten sich, den Saal zu verlassen und protestierten und schrien weiter. Auch im Foyer und draußen noch machten sich die Fans ihrem Ärger Luft. Die Manager des L’Olympia sahen sich genötigt, vorsichtshalber die Polizei zu rufen und ein Riesenaufgebot an Polizisten marschierte auf. Eingreifen mussten sie aber nicht.

Letztendlich ist dieses Debakel auf einen Kommunikationsfehler von Madonnas Management zurück zu führen. Wenn beim Verkaufsstart der Tickets bekannt gewesen wäre, dass es sich um eine kurze Promoshow handeln würde, hätten viele die Tickets nicht gekauft, insbesondere die, die extra von weitem angereist waren. Durch die Art der Pressemitteilung waren aber falsche Erwartungen geschürt worden, und es waren lediglich Gerüchte über eine nur 1-stündige Show, die sich im Internet verbreitetet hatten. Madonnas Auftritt im L’Olympia hätte ein bedeutender Meilenstein ihrer Karriere werden können, und die Show selbst hatte auch das Zeug dazu. Aber so bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

Jul 27 2012

Die L’Olympia Show

Jul 26 2012

Paris #2 Livestream auf YouTube

Wie angekündigt wird die Show aus dem Pariser L’Olympia live im Internet übertragen. Um 22:15 Uhr soll’s losgehen: youtube.com/madonnaclubshowparis. Der Stream wird dort auch später noch zum Anschauen zur Verfügung stehen.

Weitere Details dazu in der offiziellen Pressemeldung.

Quelle: madonna.com

Jul 25 2012

Die Bedeutung der Swastika

Das Swastikasymbol hatte im Laufe der Jahrhunderte schon einige Bedeutungen. Seitdem es mit dem Nationalsozialismus assoziiert wird, ist sein Gebrauch natürlich umstritten. Entsprechend hat der Einsatz des Symbols in Madonnas Nobody Knows Me Interlude hohe Wellen geschlangen, und insbesondere die französische Front National gegen sie aufgebracht. In einem Interview mit dem brasilianischen TV-Sender Globo erklärte Madonna nun, warum sie es überhaupt benutzt, und welche Bedeutung es für sie hat:

Für Madonna steht es für „die Intoleranz, die wir Menschen einander entgegen bringen. Und dafür wie sehr wir andere Menschen beurteilen, bevor wir sie überhaupt kennen. Darum kommt es in Nobody Knows Me vor.“

Quellen: Gigwise, Globo

Ältere Beiträge «