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Apr 07 2013

Krieg der Worte

Das Verhältnis zwischen Madonna und Joyce Banda, der Präsidentin von Malawi, hat sich leider nicht gebessert, eher sogar noch zugespitzt, da beide sich nun über ihre jeweiligen Pressesprecher Boshaftigkeiten zukommen lassen. Madonna hatte über ihren Sprecher Trevor Neilsen mehrmals versucht, telefonisch und per Brief, es zu einem Treffen während ihres Besuchs in Malawi kommen zu lassen. Doch sämtliche Anfragen sind ignoriert worden. Es gab lediglich die lapidare Antwort, dass der Terminkalender der Präsidentin voll sei. Ganz offensichtlich ist Joyce Banda noch immer sehr sauer auf Madonna, denn ihre Schwester Anjimile Mtila-Oponyo war unter den ehemaligen Raising Malawi Mitarbeitern, die von Madonna wegen des Spendenbetrugs entlassen worden waren. Anjimile war CEO der Organisation gewesen und musste sich Diebstahl von Spendengeldern vorwerfen lassen. Kurz danach letztes Jahr wurde dann Joyce Präsidentin von Malawi und nutzt nun ihre Macht, es Madonnas Projekt so schwer wie möglich zu machen, offensichtlich aus Rache für die Entlassung ihrer Schwester, die nun eine Stellung im Ministerium für Bildung hat. Madonnas Sprecher hat nun zuletzt verlauten lassen, dass es eine Schande sei, dass Joyce sich so vom Zorn der Schwester beeinflussen lasse und keine eigenen Entscheidungen treffe.

Madonna selbst drückt deutlich aus, dass sie trotz aller Schwierigkeiten auf jeden Fall an ihrem Engagement für die Kinder in Malawi festhalte: „Ich möchte sagen, dass die Gründe dafür, dass ich hier bin, sich nie geändert haben. Ich bin hier, weil mir die Kinder von Malawi sehr am Herzen liegen. Das hat meine höchste Priorität. Egal welche Herausforderungen, Höhen oder Tiefen es geben mag, und egal was ich hier erfahren und gelernt habe, ich habe mein Engagement für die Kinder nicht vergessen, mein Engagement für die Waisen, aber eigentlich für alle Kinder in Malawi.“

Auch eine Videobotschaft von Madonna gibt es.

Quellen: Telegraph, Telegraph