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Sep 24 2013

Holpriger Start der Revolution

Aufgeregt fanden sich gestern abend die Fans in Berlin an den vier verschiedenen angekündigten Orten ein: in der Oranienburger Straße, am Alexanderplatz, in der Friedrichstraße und am Stralauer Platz. Da zwischen den Aktionsterminen jeweils eine Stunde lang, machten viele Fans sogar die ganze Tour quer durch Berlin zu allen vier Terminen.

An den Aktionsorten baute ein Team einen Beamer auf, mit dem der 17-minütige Film auf eine Häuserwand gebeamt wurde. Der komplett in schwarzweiß gehaltene Film verbreitete mit seinen düsteren Bildern und harten Szenen eine bedrückende und zum Nachdenken anregende Stimmung. Dieser Effekt wurde durch die Vorführung an einem öffentlichen Platz im Abenddunkel noch verstärkt und wird bei Betrachten des Films zuhause auf dem Computer vielleicht nicht ganz so wirkungsvoll sein. Auch zufällige Passanten wurden in den Bann gezogen, was ja auch Sinn der Aktion war.

Ganz reibungslos verliefen die Aktionen allerdings nicht, denn offenbar waren sie nicht so wirklich mit den örtlichen Behörden abgesprochen. Bei der Aktion am Alexanderplatz kam ungefähr 10 Minuten nach Beginn der Filmvorführung die Polizei und bereitete dem Ganzen ein Ende. Das Team hatte zwar für genau diesen Fall vorbereitete Dokumente dabei, die erklären sollten, worum es bei dieser Aktion ging. Doch die Polizisten fanden offenbar, dass derart düstere und provozierende Bilder nicht öffentlich vorgeführt werden sollten.

Bei all den politischen Botschaften gab es aber auch etwas Werbung in eigener Sache. An allen vier Aktionsorten stand auch ein Bulli mit Hard Candy Fitness-Plakaten, und ein Team versorgte die Fans fleißig mit Flyern und Einladungen für den Eröffnungstag.

Aus London hört man, dass es zwar keine Problemen mit der Polizei gab, dafür aber einige technische Schwierigkeiten. Das Team hatte mehrfach Probleme damit, Bild und Ton synchron zu bekommen oder den Film überhaupt zu starten. Der Beamer befand sich in einem Van, und je nachdem wie weit man von dem Van entfernt stand, war es schwierig, den Ton gut zu hören, während das auf die Häuserwand projizierte Bild natürlich auch von weitem gut zu sehen war.

Hier einige Fotos aus London von unserem Leser Neil: