«

»

Mrz 18 2014

Ein Stinkefinger und die Folgen

Es ist nun schon zwei Jahre her, dass M.I.A. mit Madonna beim Super Bowl auftrat und dabei verbotenerweise ihren Mittelfinger in die Kamera hielt. Das hatte bei einigen Zuschauern aber insbesondere bei der National Football League NFL für Empörung gesorgt und einen kleinen Skandal ausgelöst, der bis heute nicht beigelegt ist. Obwohl sich Madonna öffentlich für M.I.A.s Geste entschuldigt hatte, strengte die NFL eine Klage gegen M.I.A. über $1.5 Millionen wegen Vertragsbruchs an. Doch damit nicht genug. Letzten Freitag erweiterte die NFL die Klage um weitere $15 Millionen als Entschädigung. Laut dem Begründungsschreiben der NFL sollen die zusätzlichen $15 Millionen den mutmaßlichen Wert der Publicity abdecken, die M.I.A. durch ihren Auftritt mit Madonna erreicht hat. Der Wert entspräche den Werbegeldern, die Werbetreibende für einen Spot während des Super Bowls gezahlt hätten. Die Logik der NFL ist also: Durch den verbotenen Stinkefinger habe M.I.A. einen Werbeeffekt für sich selbst erzielt, der einen Wert von $15 Millionen habe. Statt einer pauschalen Zahlung von $15 Millionen könne M.I.A. auch einen gewissen Prozentsatz all ihrer künftigen Einnahmen an die NFL zahlen.

Natürlich konterte M.I.A.s Management sofort, dass dieser Klage jegliche rechtliche, faktische und logische Basis fehle und sie nur dazu diene, zu schikanieren und ein Exempel zu statuieren, damit es ja niemand wage, die NFL jemals herauszufordern. M.I.A. selbst nimmt die Angelegenheit sogar noch mit Humor und twitterte öffentlich an Madonna: „Ehm, kannst du mir 16 Millionen leihen?“

mia_nfl

Quelle: Twitter, NME