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Jan 21 2015

Erste Verhaftung – Leaker gefunden?

Nachdem all die gestohlenen Songs im Internet aufgetaucht waren, fragten sich viele, wie denn wohl Madonnas Team vorgehen würde, um den Dieb zu finden. Guy Oseary hielt sich darüber sehr bedeckt und gab keine Details über die getroffenen Maßnahmen preis. Es schien, als ob die Polizei gar nicht involviert war, und dass man privat Nachforschungen anstellen würde.

Diese Vermutung hat sich nun bestätigt. Wie heute bekannt wurde, hatte Oseary eine private Ermittlungsfirma beauftragt, Wizman Yaar Investigations aus seiner Heimatstadt Tel Aviv. Die schickten sofort einen Ermittler nach New York, um Madonnas Laptop zu untersuchen, und stellten tatsächlich einen virtuellen Einbruch auf ihrem Rechner fest, der von einem Computer in Israel aus begangen worden war. Der Computer konnte bis nach Tel Aviv zurück verfolgt werden, der einem 39-jährigen Israeli gehörte. Erst an dieser Stelle wurde eine öffentliche Behörde eingeschaltet, Lahav 433, die israelische Version des FBI.

Lahav 433 nahmen nun ihrerseits Ermittlungen auf und durchleuchteten den Verdächtigen verdeckt. Wie es scheint, war Madonna nicht sein einziges Opfer. Er hat sich offenbar während der letzten paar Monate in die Computer mehrerer internationaler Stars gehackt, um deren unveröffentlichte Demos zu stehlen und sie online gegen eine Gebühr zu handeln. Daraufhin wurde das FBI in den USA eingeschaltet, da eben weitere amerikanische Stars betroffen sind. Die Untersuchungen führten zunächst zu einer Hausdurchsuchung und nun schließlich zu einer Verhaftung des Verdächtigen heute morgen.

In der Zwischenzeit wurden in Madonnas Umfeld die Sicherheitsvorkehrungen drastisch erhöht. Es werden keine Songs mehr auf Servern gespeichert sondern auf portablen Festplatten. Wenn Songs mit Produzenten oder anderen Beteiligten ausgetauscht werden müssen, kommen diese Festplatten in versiegelte Stahlbehälter, die mit einem Kurier überbracht werden. Dies erschwert und verzögert die Arbeit in einem globalen Team natürlich erheblich. Vernetzte Technik, die eigentlich ein Segen sein sollte, kann eben auch ein Fluch sein.

Quellen: Ynet, Hollywood Reporter