Monatliches Archiv: März 2015

Mrz 31 2015

Tidal soll die Musikwelt verändern

Gestern abend fand in New York ein etwas seltsames Launch Event statt, an dem neben Madonna auch viele andere Künstler wie Alicia Keys, Rihanna, Beyoncé, Kanye West, Nicki Minaj, Jay-Z, Usher, Jack White, Deadmau5, Coldplay, Calvin  Harris oder Daft Punk teilnahmen. Es ging um den Launch von Tidal, einem neuen Musikstreamingdienst, der ähnlichen Diensten wie Spotify, Napster oder Deezer Konkurrenz machen soll. Tidal ist insofern anders, als der Dienst von Künstlern betrieben wird und nicht von Techies oder Geschäftsleuten, die mit der Musik Anderer einen schnellen Dollar verdienen wollen.

Tidal wurde letztes Jahr von der norwegischen Firma Aspiro gegründet. Jay-Z sah als erster das Potential der Plattform und die Chance, etwas Neues und Anderes daraus zu machen und investierte $56 Millionen in das Startup-Unternehmen. Tidal ging im Oktober 2014 an den Start, eher klein und unbemerkt, hat seitdem ca. 540.000 zahlende Mitglieder werben können und ist damit bislang der kleinste Streaminganbieter am Markt (zum Vergleich: Spotify vereint als größer Anbieter 15 Millionen Abonnenten). Jay-Zs Vision von Tidal ging aber von Anfang an weiter, als nur ein weiterer Streaminganbieter zu sein, von denen es bereits mehr als genug gibt, und die im Ruf stehen, die Plattenindustrie zu ruinieren. Sinkende Albumverkaufszahlen und steigende Streamingzahlen sprechen eine deutliche Sprache bezüglich geändertem Nutzerverhalten von Musikfans und daraus resultierender schlechter Bezahlung der Künstler und all der vielen Leute, die hinter den Künstlern stehen und an deren Werken mitwirken. So wollte Jay-Z aus Tidal einen Anbieter machen, der tatsächlich den Künstlern nützt und die Plattenindustrie rettet.

Die Idee ist also, dass der Streamingdienst von Künstlern selbst betrieben wird. Jay-Z konnte all die oben gelisteten Künstler von seiner Vision überzeugen und dazu bringen, ein Teil von Tidal zu werden. Sie alle haben in den Dienst investiert und sind nun Miteigentümer. Wie das Geschäftsmodell nun genau aussehen soll, bleibt momentan aber noch unklar.

Alicia Keys: „Wir möchten einen besseren Service und eine bessere Erfahrung für Fans und Künstler schaffen. Unsere Mission geht über Kommerz und Technologie hinaus.“

Jay-Z: „Die Richtung, in die die Musikindustrie gerade geht, gefällt uns nicht, und wir dachten uns, da schreiten wir ein. Und auch wenn es uns nur gelänge, die Leute wach zu rütteln und die Gratis- vs. Bezahlsysteme zu verbessern und einen fairen Handel zu propagieren, wäre uns schon geholfen. Die Leute respektieren Musik nicht mehr; sie setzen ihren Wert herab. Sie meinen, Musik müsse kostenlos sein, zahlen aber $6 für Wasser. Wasser kommt gratis aus dem Wasserhahn, und dennoch bezahlt man dafür, für Musik aber nicht. Ich habe es gut, ich kann auf Tournee gehen. Aber was ist mit all den Leuten, die an einer Platte arbeiten? Die die Musik erschaffen? Wenn diese Leute nicht angemessen entlohnt werden, werden wir viele Autoren und Produzenten verlieren. Jeder von euch, der arbeiten geht, tut das, um dafür bezahlt zu werden.“

Gerade am Beispiel von Madonna macht dieses Projekt Sinn. Sie hat für Rebel Heart eine Heerschar an Produzenten und Komponisten engagiert, mit denen sie die Erlöse aus dem Verkauf des Albums, die sogenannten Tantiemen, teilen muss. Während Madonna selbst Millionen auf der Tournee verdienen kann, müssen sich die kreativen Köpfe hinter den Songs mit eben diesen Tantiemen zufrieden geben, die bei 435.000 verkauften Alben weit von der Million entfernt sind. Es wird also zunehmend schwieriger werden, gute Produzenten für zukünftige Alben zu finden.

Doch es geht bei diesem Projekt nicht nur um gerechte Bezahlung sondern auch um die Förderung der Kreativitiät. Wenn ein Künstler weiß, dass er für seine Arbeit gerecht bezahlt wird, kann er viel freier und kreativer in seinem Schaffensprozess sein. Man könnte z. B. über Tidal spezielle Videos oder 18-minütige Mixes seiner Songs mit den Fans teilen, kreative Projekte, für die es sonst keinen Markt gäbe, weil sie nicht refinanziert würden.

Wir sind gespannt, wie sich Tidal entwickeln wird. Aktuell kann man für €9,99 monatlich bei Tidal einsteigen und bekommt dafür Standardaudioqualität. Für €19,99 bekommt man, und auch das ist neu, verlustfreie Qualität. Auch Spotify bietet unterschiedliche Qualitätstufen an, aber eben keine verlustfreie. Damit ist das Tidal-Modell zwar besser, aber auch deutlich teurer als die Konkurrenz, und es wird spannend zu sehen, ob sich Musikfans darauf einlassen werden, um ihren Künstler zu unterstützen. Exklusiv bei Tidal angebotene Inhalte sollen schon bald die Fans zum neuen Anbieter locken. Werden die Fans bei Tidal zahlen, wenn Madonnas Videos künftig nur noch dort laufen..?

Das Launch Event könnt ihr euch bei tidal.com anschauen. Hier gibt es einen Trailer.

Mrz 31 2015

Der erste Ghosttown Remix

Im Team Madonna dreht sich momentan alles um den Launch der zweiten Single. Das Video zu Ghosttown ist abgedreht und befindet sich nun in der Postproduktion. Diverse DJs wurden gebeten, Remixes anzufertigen und einzureichen. Madonna hört diese nun durch und wird die besten für eine Remix EP auswählen. Einer davon, den vom holländischen DJ und Produzenten Don Diablo, wurde bereits an Billboard lanciert. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest, aber man visiert Mitte April an.

Mrz 30 2015

Gemeinsamer Auftritt mit Taylor Swift bei den iHeart Awards

Wie angekündigt absolvierte Madonna gestern abend ihren Auftritt bei den iHeart Awards. Passenderweise wurde sie von Mike Tyson angesagt. Es war aber eine Überraschung, dass sie den Auftritt gemeinsam mit Taylor Swift bestritt, die Madonna an der Gitarre begleitete, die natürlich Ghosttown sang. Eine weitere Überraschung war, dass dann später Madonna als Laudatorin Taylor Swift den Preis für den „Song of the Year“ für Shake It Off überreichte. Die Preisübergabe kann man sich hier anschauen.

Mrz 29 2015

Heute Abend Auftritt bei den iHearts Awards

Madonna wird heute abend bei den iHeart Awards auftreten. iHeartRadio, eine Tochterfirma von Clear Channel, ist ein Zusammenschluss mehrerer Radiosender in den USA, die die verschiedensten Musikstile fördern wollen. Die Show wird ab 20 Uhr Ortszeit (ca. 4 Uhr deutscher Zeit) live aus dem Shrine Auditorium in Los Angeles auf dem TV-Sender NBC übertragen, der in Deutschland leider nur sehr schwer zu empfangen ist. Auch ein Livestream ist nur exklusiv über die NBC App zu empfangen, in die man sich über einen teilnehmenden Provider einloggen muss. Wir hoffen, dass wir morgen an Videomaterial von Madonnas Auftritt kommen.

Aktuell befindet sich Madonna im Shrine Auditorium zu den Proben. Sie ließ sich gestern dort backstage mit Tom Poleman ablichten, dem Präsidenten für National Programming Platforms bei Clear Channel.

Quellen: iHeart, instagram.com/madonna, instagram.com/tompoleman

Mrz 29 2015

Die Nummer Drei der Welt in Woche 2

Der tiefe Fall von Rebel Heart fand glücklicherweise hauptsächlich in den USA statt, wo das Album in der zweiten Woche von Platz 2 auf 22 fiel. In den meisten europäischen Ländern sowie dem Rest der Welt konnte es sich in den Top 10 halten. Somit fällt es in den United World Charts von 1 nur auf 3, was man durchaus als Erfolg bezeichnen kann. Mit weltweit 103.000 verkauften Einheiten in Woche 2 bringt es Rebel Heart nun insgesamt auf 435.000 (darin sind die 17.000 verkauften Alben aus Frankreich enthalten, wo Rebel Heart drei Tage früher erschienen ist). In Kanada (Platz 2), Deutschland und Italien (jeweils auf Platz 4) ist es am erfolgreichsten.

Der Misserfolg in den USA ist insofern verwunderlich, als dort Fans mit jedem Ticketkauf einen Code bekommen, mit dem sich das Album kostenlos herunter laden lässt. Diese Downloads werden bei den offiziellen Verkaufszahlen berücksichtigt. Fans mit mehreren Tickets können das Album durch mehrere kostenlose Downloads also ganz leicht nach oben pushen. Doch auch dieser Marketingtrick hilft dem Album dort nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Madonnaalbum in den USA nicht funktioniert, im Rest der Welt aber schon. Alle ihre Alben, die allgemein hin als „Flops“ bezeichnet werden, Erotica, Bedtime Stories und American Life, waren zwar auch außerhalb der USA nicht gerade Verkaufshits aber doch deutlich erfolgreicher als in Madonnas Heimatland. Nur MDNA verkaufte sich nirgendwo.

Quelle: Media Traffic

Mrz 27 2015

Rebel Heart – Schlechter Start und tiefer Fall

Es klang zunächst eigentlich alles ganz gut. Nummer Eins der Welt, Nummer Eins und Top Ten in zahlreichen Ländern, viele positive Rezensionen, Aussagen wie „Madonnas bestes Album seit Ray of Light“ usw. Doch die Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache. 116.000 verkaufte Alben in den USA, 315.000 verkaufte Alben weltweit in der ersten Woche. Das war zwar genug, um damit Nummer Eins der Charts zu werden. Verglichen mit Madonnas früheren Verkaufserfolgen sind diese Zahlen allerdings desaströs. Insbesondere wenn man bedenkt, dass viele Fans mehrere Editionen gekauft haben. Sogar ihre vermeintlich „schlechten“ Alben wie Hard Candy und MDNA verkauften sich in der ersten Woche besser. MDNA ging in der ersten Woche 359.000 Mal über die (virtuelle) Ladentheke allein in den USA, mehr als Rebel Heart weltweit. Rebel Heart weist sogar die schlechtesten Verkaufszahlen der ersten Woche seit Bedtime Stories von 1994 auf.

Hier zum Vergleich die Gesamtverkaufszahlen der bisherigen Alben, an denen sich Rebel Heart wird messen müssen. Wie man sieht, sagt eine Chartplatzierung nicht unbedingt viel über den tatsächlichen bzw. monetären Erfolg eines Albums aus. Momentan sieht es für Rebel Heart sogar schwierig aus, die 1,8 Millionen von MDNA zu erreichen.

Album Erscheinungs-
jahr
Verkaufte Einheiten
USA
Verkaufte Einheiten
global
höchste US Chart-
position
höchste DE Chart-
position
MDNA 2012 539.000  1.800.000 1 3
Hard Candy 2008 744.000  4.000.000 1 1
Confessions on a Dance Floor 2005 1.703.000 12.000.000 1 1
American Life 2003 680.000  5.000.000 1 1
Music 2000 2.925.000 15.500.000 1 1
Ray of Light 1998 4.359.000 20.000.000 2 1
Bedtime Stories 1994 2.312.000 7.000.000 3 4
Erotica 1992 1.893.000 6.000.000 2 5
Like a Prayer 1989 5.000.000 15.000.000 1 1
True Blue 1986 7.000.000 25.000.000 1 1
Like a Virgin 1984 10.000.000 21.000.000 1 1
Madonna 1983 5.000.000 10.000.000 8 28

Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, dass sich die Zeiten prinzipiell geändert haben. Wenn man heutzutage mit „nur“ 315.000 verkauften Alben Platz Eins der Welt werden kann, während man früher seine Tonträger millionenfach unter die Leute bringen konnte, klagt die Plattenindustrie zurecht über schrumpfende Verkaufszahlen und einer Branche in der Krise. Denn Fakt ist schließlich auch, dass letzte Woche alle anderen Künstler weniger als 315.000 Alben verkauft haben, und Madonna zurecht auf Platz Eins gelandet ist.

Wie erwartet kann sich Rebel Heart in der zweiten Woche nicht auf den Spitzenpositionen halten. In den USA verkaufte sich das Album in der Folgewoche nur noch 22.800 Mal und geht damit von Platz 2 bergab auf 22. Das ist ein Fall um 80%. In Europa ist es nicht so dramatisch. In Deutschland fällt Rebel Heart von 1 auf 4, in Italien ebenfalls von 1 auf 4, in UK von 2 auf 7, in Spanien von 1 auf 9.

Dass das Album fällt, ist prinzipiell nicht ungewöhnlich. Das geht heutzutage den meisten Künstlern so. Alle sind darauf aus, gleich in der ersten Woche die Spitzenposition zu erreichen und richten ihre ganzen Marketingaktionen auf dieses Ziel aus. Schließlich klingt es toll verkünden zu können, dass ein Album von 0 auf 1 in die Charts geschossen ist. Nur ist damit auch gleich in der ersten Woche der Großteil der potentiellen Käuferschaft erreicht. Das Album muss quasi in der Folgewoche fallen. Früher stieg ein Album für gewöhnlich irgendwo in den 30ern oder 20ern in die Charts ein und arbeitete sich dann langsam nach oben. Heute geht es umgekehrt. So schnell wie Rebel Heart in den USA sollte ein Album dann aber nicht fallen. Die Nummer Eins-Position sollte vielmehr weitere Käufer anlocken, Nicht-Fans zum Reinhören animieren, und das Album auf diese Weise zumindest in den Top 10 halten. Doch offenbar hat Madonna zwar viele loyale Fans, die sie immer wieder auf Platz Eins katapultieren, aber außerhalb dieser Fanbase kaum noch Appeal. Es ist  zu befürchten, dass in zwei oder drei Wochen Rebel Heart ganz aus den Charts verschwunden sein wird.

Vermutlich wird man jetzt die Leaks dafür verantwortlich machen. Doch das dürfte die geringen Verkaufszahlen nur zum Teil erklären. Die Fans haben das Album trotz der Leaks gekauft und hören jetzt Demos und offizielle Versionen parallel. Außerhalb der Fanbase hat kaum jemand etwas von den Leaks mitbekommen, geschweige denn sich die Mühe gemacht, all die geheimen Links aufzustöbern, um sich Demos von einer Künstlerin herunter zu laden, von der man nichtmal Fan ist.

Vielleicht können weitere Singles und Videos das Blatt noch wenden. Alle Hoffnungen liegen nun auf Ghosttown, das schon vorab von Kritikern und Radiostationen wesentlich besser aufgenommen wird als Living For Love. Ein aufregendes Video zu dieser Single wird Hörer hoffentlich dazu animieren, in das Album nochmal genauer rein zu hören und weitere Perlen zu entdecken.

Mrz 27 2015

Interview mit deutschem Rolling Stone

Seit gestern liegt die aktuelle Ausgabe des deutschen Rolling Stone Magazins in den Kiosks aus, und Madonna ziert das Cover. Besser noch, im Innenteil findet sich eine ausführliche Titelstory zu Madonna. Dabei handelt es sich um die deutsche Übersetzung des Interviews, das vor ein paar Wochen schon in der US-Ausgabe erschienen war.

rolling-stone-germany

Quelle: Rolling Stone

Mrz 22 2015

Nicht verpassen: Morgen früh VVK für die Zusatzshows

Einen Amazon-Presale gab es ja dieses Mal nicht. Wer also weder ICONer ist noch einen Live Pass gekauft hat, muss morgen früh zuschlagen, wenn die Tickets für die Zusatzshows in Köln und Berlin in den offiziellen Vorverkauf gehen. Achtung: obwohl auf madonna.com/tour für 10 Uhr angekündigt, listet Ticketmaster den Verkaufsstart für 9 Uhr!

Obwohl als ausverkauft deklariert, gibt es doch noch vereinzelte Karten für die Erstshows. Bei Ticketmaster lässt sich da eine gewisse Geschäftspraktik beobachten: In den Blöcken 206 und 215 wurden jeweils die ersten fünf Reihen für den Verkauf als normale Sitzplatzkategorie 1 geblockt. Diese Plätze werden nun als sogenannte Platintickets zu überhöhten Preisen angeboten. Ein ähnliches Verhalten ist für die Zusatzshows zu erwarten.

Mrz 22 2015

Die Nummer Eins der Welt

116.000 verkaufte Einheiten in den USA, 315.000 verkaufte Einheiten weltweit – damit setzte sich Rebel Heart direkt an die Spitze der United World Charts, ermittelt von Media Traffic. Einzelsongdownloads sind darin nicht erfasst, nur komplette Albumkäufe.

Quelle: Media Traffic

Mrz 21 2015

Videodreh zu Ghosttown

Seit Freitag dreht Madonna in Los Angeles das Video zur nächsten Single, Ghosttown. Wir sind sehr gespannt, wie sie die Weltuntergangsstimmung des Songs in Bildern einfangen wird. Sie hat sich prominente Unterstützung für den Clip geholt: Terrence Howard übernimmt eine Hauptrolle in Ghosttown, vermutlich die des von Madonna besungenen Lovers, mit dem sie durch die Apokalypse schreitet. Howard ist bekannt durch seine Filmrollen in Dead Presidents und Mr. Holland’s Opus sowie aktuell durch seine Rolle in der TV-Serie Empire, deren Soundtrack gerade Rebel Heart die Nummer Eins-Position in den US Billboard Charts verwehrt hat. Regie bei dem Werk führt einmal mehr Jonas Åkerlund, der schon für die Videos zu Ray Of Light, Music, American Life und Jump verantwortlich zeichnete.

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„End of the World girl, Dragging my soul into the dirt! #rebelheart“ -Madonna

 

Mrz 21 2015

Madonnawoche bei Ellen, Rückblick

Per Instagram blickt Madonna auf ihre Woche bei Ellen zurück, mit Fotos aus der Show und Backstage. Trotz deutlich hörbarer Erkältung absolvierte sie drei Auftritte in Ellens Talkshow und sorgte auf der Couch für sehr viel Spaß beim Publikum. Sie sang Living For Love, Ghosttown und erstmalig Joan of Arc. Wir können davon ausgehen, dass sie diese Songs einstudiert und live ausprobiert hat, weil sie sie auf der Tour singen wird. Falls jemandem das Herz-Kleid bekannt vorkam: Madonna verrät, dass sie die Inspiration hierzu von Ginger Rogers hatte.

Mrz 20 2015

25 Jahre Vogue

Am 20. März 1990 wurde Vogue als Single auf Sire Records veröffentlicht. Sowohl der Song selbst, geschrieben von Madonna und Shep Pettibone, als auch das begleitende Video, gedreht von David Fincher, schlugen weltweit ein wie eine Bombe und zählen bis heute zu Madonnas ikonischten Werken.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums haben die Originaltänzer aus dem Video Jose Gutierrez und Salim Gauwloos (besser bekannt als Slam), die auch mit Madonna auf Blond Ambition Tour waren, einen Hommageclip gefilmt.

Mrz 20 2015

Madonnawoche bei Ellen, Teil 2

Am Donnerstag saß Madonna bei Ellen DeGeneres leider nicht auf der Couch für weitere lustige Plaudereien sondern performte nur live ihren Song Ghosttown. Dafür nahm sie aber mit Ellen eine humorige Neufassung von Dress You Up auf, die im Rahmen der Sendung gezeigt wurde.

Quelle: Ellentube

Mrz 20 2015

Die Baby-Kontroverse

Das Modehaus Dolce & Gabbana, eines von Madonnas Lieblingslabels, für das sie auch schon zwei Mal als Model posierte, machte kürzlich Schlagzeilen, indem sich die beiden namengebenden Designer in einem Interview gegen die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare aussprachen. Außerdem bezeichneten sie künstliche Befruchtung, Leihmutterschaft und andere Methoden, um zu Kindern zu kommen, als unnatürlich und nannten im Zusammenhang mit Kindern, die aus einer künstlichen Befruchtung entstehen, den Begriff „synthetisch“.

Wohlgemerkt, Domenico Dolce und Stefano Gabbana sind beide selber schwul, und es ging hier nicht um ein homosexuellenfeindliches Statement. Die beiden drückten vielmehr ihre konservative Sichtweise über progressive Zeugungsmethoden und Lebensweisen aus. Nach dem Motto, ‚man kann nun mal nicht alles haben‘, sollten ihrer Meinung nach Homosexuelle ganz einfach auf Kinder verzichten und als kinderlose Paare glücklich werden, anstatt auf Methoden zurück zu greifen, die Gott so nicht vorgesehen habe.

Diese Äußerungen verursachten natürlich große Aufruhr. Insbesondere Elton John kündigte an, Dolce & Gabbana ab sofort zu boykottieren, da es eine Frechheit sei, seine Kinder, die er durch künstliche Befruchtung einer Leihmutter bekam, als synthetisch zu bezeichnen. Auch Madonna schaltete sich nun per Instagram in die Diskussion ein und postete ein bislang unveröffentlichtes Foto, das sie mit einem Baby zeigt und während eines Shootings mit Steven Klein 2010 für eine Dolce & Gabbana-Kampagne entstand, mit folgendem Kommentar:

„Alle Babys besitzen eine Seele, wie auch immer sie auf diese Erde und in ihre Familien gekommen sind. Da gibt es nichts synthetisches an einer Seele!! Wie können wir daher künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft verurteilen? Jede Seele kommt zu uns, um uns eine Lektion zu lehren. Gott hat seine Hand in allem, auch in Technologie! Es ist arrogant zu glauben, dass der Mensch irgend etwas allein tut. Wie im Himmel so auf Erden. Denk nach, bevor du sprichst….“

d&g_baby

„All babies contain a soul however they come to this earth and their families. There is nothing synthetic about a soul!! So how can we dismiss IVF and surrogacy? Every soul comes to us to teach us a lesson. God has his hand in everything even technology! We are arrogant to think Man does anything on his own. As above so below! Think before you speak.,,,,,,,,,,, ‪#‎livingforlove‬“ -Madonna

Mrz 20 2015

Die heimliche Nummer Eins

Nach Deutschland erreichen uns weitere Nummer Eins-Meldungen aus Italien, Australien, Kanada, Österreich, Belgien, Kroatien, Tschechien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweiz, Südkorea und Taiwan.

Top Ten-Platzierungen für Rebel Heart gibt es in Argentinien, Dänemark, Finnland, Russland, Singapur, UK, Frankreich, Griechenland, Irland, Thailand, Neuseeland, Japan, Schweden und den USA.

Ausgerechnet in den USA muss sich Madonna mit einer Platz Zwei-Platzierung zufrieden geben, obwohl Rebel Heart eigentlich das meistverkaufte Album der letzten Woche ist. Auf Platz Eins liegt der Soundtrack zur TV-Serie Empire. Dies liegt an einer neuen Ermittlungsmethode von Billboard, die wöchentlich die offiziellen US-Charts bestimmen. Nach dieser neuen Methode fließen nicht nur komplette Albumverkäufe in die Messung ein sondern auch die Verkäufe einzelner Songs eines Albums, auch wenn sie von unterschiedlichen Käufern getätigt wurden. Wenn also ein Album beispielsweise 10 Songs enthält, und 10 verschiedene Käufer jeweils einen dieser Songs kaufen, gilt dies als ein Kauf dieses Albums. Im Fall von Rebel Heart wurden in den USA 116.000 Einheiten verkauft. Zusammen mit gültigen Einzelsongkäufen bringt es Rebel Heart auf 121.000 Käufe. Empire brachte es zwar nur auf 110.000 Einheiten, kam durch die Einzelsongkäufe aber auf 130.000.

Diese neue Messmethode ist umstritten, denn sie bevorteilt Compilations mit Songs von verschiedenen Künstlern, wie im Fall von Empire, da es bei Compilations natürlich häufiger vorkommt, dass Fans nur einzelne Songs ihres favorisierten Künstlers statt des ganzen Albums kaufen. Außerdem haben Alben mit wenigen Songs einen Vorteil, da sich hier die Einzelsongkäufe schneller zu einem akkumulierten Albumkauf summieren.

In der Billboard-Liste der Top Album Sales ist Rebel Heart also definitiv Nummer Eins, aber eben nicht in den offiziellen Billboard Top 200.

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