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Apr 09 2015

Ghosttown-Video voller Erfolg

Wo man auch hinhört, alle sind begeistert von Madonnas Ghosttown-Video. Fans sind sich einig, dass dies ihr bestes Video seit langer Zeit ist. Und auch außerhalb der üblichen Fankreise hört man viel Lob und Begeisterung. Schon 15.000 Mal wurde das Video geteilt und über 430.000 Mal angeschaut. Und selten hat ein Video so schnell so viele Rezensionen von Musikjournalisten verursacht (Rolling Stone, Huffington Post, Entertainment Weekly, Billboard, Hitfix u. a.).

Madonna hat nicht nur perfekt die post-apokalyptische Stimmung des Songtextes in düsteren und dennoch ästhetischen Bildern eingefangen und dabei auch noch sich selbst atemberaubend und sexy in Szene gesetzt, sondern mit der Besetzung ihres Gegenspielers mit Terrence Howard auch einen geschickten Marketing-Coup gelandet. Howard ist insbesondere in den USA aufgrund der Serie Empire, dessen Soundtrack bekanntlich Rebel Heart von der Nummer Eins-Platzierung abgehalten hat, aktuell sehr beliebt. Und auch seinetwegen haben viele der Musikjournalisten zum Stift gegriffen und Rezensionen verfasst.

Das Meerkat-Debakel hat Madonna also nicht geschadet. Als zum zweiten Mal der Stream nicht funktionierte und sich im Internet bereits der Shitstorm zusammen zu brauen begann, war Madonna gescheit genug, das Video umgehend auf Vevo zu launchen. Der Shitstorm schlief somit sofort ein und man sah überall nur noch begeisterte Posts über das Video selbst. Ärgerlich für Madonna ist aber, dass am Ende des Streams ein Link zum Album in iTunes hätte angezeigt werden sollen, um spontan die Verkäufe anzukurbeln. Den konnte so natürlich niemand anklicken. Bei Meerkat gibt man sich weiterhin stolz darüber, dass man Madonna für diese prestigeträchtige Aktion gewinnen konnte, auch wenn sie dem Unternehmen aufgrund der wiederholten Panne wohl geschadet haben dürfte. Meerkat gibt zu, dass es gestern eine technische Panne gab, und die Softwareingenieure 10 Minuten brauchten, um sie zu lösen. Doch da interessierte die Fans Meerkat schon längst nicht mehr.

Bleibt zu hoffen, dass die Begeisterung für das Video auch weiterhin außerhalb von Fankreisen Wellen schlagen und sich in Käufen von Alben, CD-Singles und Konzerttickets auswirken wird. Tidal-Abonnenten können sich ein 2-minütiges Special anschauen, das kurze Einblicke in die Dreharbeiten gewährt. Eine gerippte Version davon ist bereits bei DailyMotion gelandet.

Tidal: Exklusive Einblicke in die Dreharbeiten

Quelle: Recode