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Jun 27 2015

BIM und andere Erfolge

Nach knapp anderthalb Wochen online hat das Video zu Bitch I’m Madonna mit über 21 Millionen Views Ghosttown (12 Mio.) und Living For Love (16 Mio.) locker überholt. Dies bedeutet zwar nicht unbedingt, dass auch alle „Zuschauer“ das Video tatsächlich mochten. Vielmehr wurden viele wohl ganz einfach von den kontroversen Presseberichten angelockt und wollten einfach mal schauen, was Madonna „da wieder angestellt hat“. Auf jeden Fall ist ihre Taktik aber aufgegangen: Das Video hat breite Aufmerksamkeit erzeugt.

Wichtiger noch ist, dass die Remix EP in den USA in die Billboard Hot 100 Charts eigetreten ist. 2,6 Millionen Streams in den USA haben dies möglich gemacht. Nun ist Platz 84 nicht gerade eine Traumplatzierung. Aber immerhin konnten jetzt alle Madonna-Alben mindestens eine Single in diesen strategisch wichtigen Charts platzieren. Ghosttown und Living For Love war dies ja leider nicht geglückt. In den Hot 100 Single Sales ist BIM sogar eine sensationelle Nummer 1 geglückt! In Europa ist  Bitch I’m Madonna leider keine Chartplatzierung  gelungen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass es immer schwieriger wird, die ganze Welt auf einmal glücklich zu machen.

Auf den Supreme Court der USA hat Madonna sicher keinen direkten Einfluss. Aber man sollte nicht vergessen, dass sie eine der sehr wenigen Prominenten in den 80ern und 90ern war, die sich schon damals für die Rechte von Homosexuellen einsetzten, als dies noch sehr unpopulär war. Während es für Stars wie Lady Gaga, Britney Spears oder Katy Perry heute sehr einfach ist, sich pro-Gay zu äußern, ja fast schon zum guten Ton gehört, dies zu tun, war es zu Madonnas Zeit noch gefährlich und unglaublich mutig, denn solche Statements konnten damals eine Karriere leicht beenden. Doch furchtlos wie Madonna nunmal ist, ging sie schon damals „the road less travelled by“, kämpfte für die Gay Community und bereitete somit den Weg für die heutigen Stars und in gewisser Weise auch für die gestrige Entscheidung des Supreme Court.

Auch am anderen Ende der Welt ist Madonna erfolgreich. Die Ticketpreise für die Rebel Heart Tour in Australien und Neuseeland sind zwar deutlich höher als anderswo, und man warf ihr bereits vor, die Fans in den beiden Ländern abzuzocken, um die ausbleibenden Ticketverkäufe in den USA und Europa auszugleichen. Doch die Fans stürzten sich während der diversen Presales wie verrückt auf die Tickets, ohne sich groß über die Preise zu beschweren. Ihre jahrezehntelange Abstinenz dort hat die Fans so wehmütig gemacht, dass sie sie nun unbedingt sehen und in den Genuss einer Liveshow kommen wollen. Erst am 6. Juli gehen die Tickets in den offiziellen Verkauf. Wir sind gespannt, was dann passiert.

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„Love always wins! Then and Now!❤ ‪#‎revolutionoflove‬ ❤ ‪#‎livingforlove‬“ -Madonna

Quellen: Billboard, Inquisitr