«

»

Jul 01 2015

Mit Bäumen gegen die Nachbarn

Wie unsere langjährigen Leser wissen, besitzt Madonna eine Farm in den Hamptons, der luxuriösen Wochenend-/Ferienregion im Osten New Yorks. Nun hat sie sich wieder einmal den Ärger ihrer Nachbarn zugezogen, denn sie hat ein angrenzendes Grundstück hinzu gekauft, das bislang im öffentlichen Besitz war und zum Kartoffelanbau diente, und beginnt nun, dort zahlreiche Bäume zu pflanzen. Das Ganze erinnert sehr an eine Baumschule.

Der Deal wurde still und leise zwischen Madonna und dem Bezirksrat von Suffolk County geschlossen. Mit  $2,2 Mio. überließ man ihr das Grundstück zu einem äußerst günstigen Sonderpreis, denn das Land war ursprünglich vom Bezirk für $10 Mio gekauft worden. Die Auflage für den günstigen Preis war, dass das Land nicht bebaut sondern agrarwirtschaftlich genutzt wird, wodurch sich weitere enorme Steuervergünstigungen für Madonna ergeben (jährlich $2.260 statt $6.841). Bebauen wollte Madonna das Land sowieso nicht; durch die Auflage kam die Idee für die Baumschule. Und auch die Pläne für diese Schule wurden schnell genehmigt. Ein Team von Landschaftsgärtnern ist nun dabei, diverse Bäume auszupflanzen, Leyland Zypressen, Weymouthskiefern und Robusta Wachholderbäume kann man dort schon bewundern.

Die Nachbarn vermuten aber, dass Madonna sich nicht wirklich für Baumzucht interessiert sondern vielmehr ihr Grundstück durch die hohen und dicht gepflanzten Bäume vor neugierigen Blicken schützen möchte. Nachbar John White meint: „Das ist doch keine Baumschule. Sie will nur nicht, dass die Leute sie beim Reiten beobachten – und beim Runterfallen.“ Wirklich sauer sind sie aber darüber, dass das zuvor im öffentlichen Besitz befindliche und daher durch Steuergelder finanzierte Land nun an Madonna als Privatperson gefallen ist, noch dazu zu diesem günstigen Preis. Nachbar Sam Lester meint dazu: „Das ist Betrug. Madonna sollte sich dafür schämen, dass sie von den Steuerzahlern stiehlt, und der Bezirksrat sollte sich dafür schämen, den Deal trotz der involvierten Steuergelder überhaupt gemacht zu haben.“ Immobilienmakler Enzo Morabito bestätigt: „Mit intakten Erschließungsrechten hätte man das Land für $17,5 Mio. verkaufen können.“ Diese Einnahmen hätten über den Bezirksrat für dem Allgemeinwohl dienende Zwecke in die Gemeinde zurück fließen können. Nun ist das Land weg, und die Steuerzahler bekommen fast nichts zurück.

In der New York Post kann man Fotos von dem Grundstück mit den ersten paar Bäumen sehen.

Quelle: NY Post