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Jul 28 2015

Tidal Tipp

Nachdem AppleMusic nun mittlerweile fast einen Monat lang gratis getestet werden konnte, fällt die Resonanz nicht überall positiv aus. Während das Konzept an sich durchaus gelobt wird, hakt es doch an der Benutzerfreundlichkeit, und viele User sind schon spontan und frustriert zu Spotify, nach wie vor der Platzhirsch auf dem Streamingmarkt, zurück gekehrt. Apple hat zwar noch zwei Monate Zeit nachzubessern, bis der 3-monatige kostenlose Probezeitraum ausläuft, aber es zeichnet sich schon ab, dass wenn die Nachbesserungen nicht wirklich gravierend sind, die User davon laufen werden.

An dieser Stelle sei daher nochmal daran erinnert, auch Tidal eine Chance zu geben. Der von Madonna und vielen anderen Künstlern untersützte Streamingdienst wird nach wie vor weitestgehend von Usern gemieden, obwohl er ein für die Künstler viel faireres Monetarisierungsmodell anwendet als z. B. Spotify. Die Hauptkritik hier ist, dass Tidal zu teuer sei. Das stimmt aber nur bedingt. Wenn man das Monatsabo über iTunes (per InApp-Kauf über die App) abschließt, zahlt man in der Tat mehr, nämlich €12,99 für das günstigste Abo. Das liegt daran, dass bei dieser Bezahlmethode Apple selbst 30% kassiert, und dies gibt Tidal an die User weiter, um die faire Bezahlung der Künstler gewährleisten zu können. Wenn man sein Abo aber direkt über die Website von Tidal abschließt, kann man es schon ab €9,99 haben, weil man hier keine Drittanbietergebühr mitzahlen muss. Damit liegt Tidal preislich gleichauf mit Spotify, AppleMusic, Deezer und Co. Und auch in punkto Benutzerfreundlichkeit und Qualität muss sich Tidal auf keinen Fall verstecken.

Wer noch mehr Motivation braucht, hier Madonnas Kommentar über Tidal in einem kürzlichen Interview mit Associated Press: „Es ist erst der Anfang, und wir arbeiten an einer Menge Dinge, und wir werden bald hoffentlich etwas einzigartiges und tolles schaffen, das viele Leute anziehen wird. Es ist wichtig, dass die Leute verstehen, dass wir Tidal nicht erschaffen und uns nicht deswegen alle zusammen geschlossen haben, weil wir pleite sind und mehr Geld wollen. Die Idee dahinter ist, dass wir andere Künstler unterstützen wollen. Und wir wollen, dass die Leute verstehen, dass dies von Herzen kommt, dass dies unsere Arbeit ist, und wir wollen, dass die Leute dies anerkennen, und wir wollen, dass andere Künstler eine Chance haben. Wir leben heutzutage in einer Gesellschaft, wo jeder erwartet, dass alles gratis ist. Aber man bekommt kein Haus gratis, man muss jemanden dafür bezahlen, dass er es baut.“

Quelle: Yahoo! News