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Dez 11 2015

Überraschungen in Paris

Dass Madonna eine besondere Liebe zu Frankreich im Allgemeinen und zu Paris im Besonderen verspürt, wissen die Fans nicht erst seit dem MDNA Auftritt im L’Olympia. Und aufgrund ihrer bewegenden Rede zu den jüngsten Terrorattacken in Paris während des Konzerts in Stockholm war durchaus mit einigen Besonderheiten während ihrer Konzerte in Paris zu rechnen. Doch was sie den Fans während der letzten zwei Tage bot, übertraf alle Erwartungen.

Schon das große „Frieden für Paris“-Symbol auf dem Videoscreen ließ ahnen, das einiges kommen würde. Im Überraschungsteil des ersten Konzerts gab es einen bislang nie gespielten Song, und vermutlich wird er auch in anderen Städten nicht mehr gespielt werden: Der Redemption Song, eine Coverversion eines Liedes von Bob Marley, das Sterblichkeit und Erlösung behandelt. Und als weitere Überraschung ließ sich Madonna dabei von Sohnemann David Banda an der Gitarre begleiten; und Vocals (wenn auch etwas schief) steuerte der junge Mann auch bei.

Bei Music eine weitere Überraschung: Plötzlich stimmte Madonna die Marseillaise an und erzeugte damit patriotische Stimmung.

Die Bitch des Abends war kein Geringerer als Jean-Paul Gaultier.

Doch die wirklichen Schlagzeilen in der weltweiten Presse machte ihr spontan angekündigter Auftritt am Place de la République nach der ersten Show. Per Twitter wurden die ahnungslosen Fans darüber informiert, dass sich Madonna direkt nach der Show zu dem geschichtsträtigen Platz aufmachen würde, um dort gratis weitere Songs zu singen, und man solle sich doch dort zahlreich einfinden. Wer der Aufforderung nachkam, wurde Zeuge eines intimen Moments, in dem Madonna, wiederum in Begleitung von David, Ghosttown, Imagine und Like A Prayer in akustischen und intim reduzierten Versionen darbot und somit den Opfern der Terroanschläge gedachte.

Beim zweiten Pariskonzert gab es dann Like A Prayer direkt im Überraschungsteil und einen echten Fan als Bitch: Christine.