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Der Brief an Präsidentin Banda – Der Krieg der Worte geht weiter

Der Brief, den Madonna an Präsidentin Banda geschrieben hat und in dem sie um ein Treffen bittet, ist plötzlich öffentlich aufgetaucht. Es ist nicht bekannt wer aus dem Kreise der malawischen Regierungsbeamten ihn an die Presse lancierte und warum. Aber ganz offenbar möchte man sich in Malawi weiter über Madonna lustig machen und den Krieg der Worte weiter führen. Ein Foto von dem Brief gibt es in der New York Daily News. Es handelt sich um ein handgeschriebenes Dokument auf offiziellem aber schlichtem Madonna-Briefpapier. Hier der Wortlaut:

Liebe Joyce, lass mich dir zunächst zu deiner neuen Position in Malawi gratulieren!
Was für eine Ehre und eine große Verantwortung! Ich habe deine Kraft und deinen Mut
immer bewundert und habe tolle Erinnerungen an unser Treffen, als wir dich wir für
die Dokumentation interviewt haben. Wie du weißt, bin ich diese Woche in Malawi.
Wenn du etwas Zeit für ein Treffen in deinem vollen Terminkalender hast, wäre das
toll. Wenn nicht, sei gewiss, dass ich weiterhin helfen werde, über die Kinder in
Malawi zu wachen und sie zu unterstützen! Wenn es ein Projekt gibt, von dem du
denkst, dass wir daran gemeinsam arbeiten können, lass es mich einfach wissen! Ich
wünsche dir alles Gute!!! Viel Glück! Liebe Grüße. Mit großem Respekt.

Abgesehen davon, dass Madonnas Handschrift ein fast unleserliches Gekritzel und der Brief voller orthographischer Fehler ist (“responsability” statt “responsibility” oder “whatch” statt “watch”), ist es vor allem der Ton, durch den sich Joyce Banda beleidigt fühlt. Mit “Liebe Joyce” redet sie die Präsidentin des Landes einfach mit Vornamen an und baut auch im weiteren Verlauf des Briefes einen Tonfall engster Vertrautheit auf, so wie man es von einem Brief zwischen zwei engen Freundinnen erwarten würde, aber nicht bei einem Audienzgesuch an eine Präsidentin. Mit der Gratulation zur “neuen Position” setzt sie das Erlangen der Präsidentschaft quasi mit einer Beförderung in einer Firma gleich und tritt mit dem Hinweis, dass dies “eine große Verantwortung” sei, gleich ins nächste Fettnäpfchen, als ob die Präsidentin darauf hingewiesen werden müsste, was ihr nun für eine Verantwortung obliegt. Und so geht es weiter. Erst im letzten Satz, der abschließenden Grußformel “Mit großem Respekt”, findet Madonna schließlich den richtigen Ton.

Während sich die Presse weltweit über den Brief lustig macht, tritt Banda nach und lässt über das Malawi State House, der Pressestelle der Regierung, verlauten, wie sie über Madonna denkt. In 11 Punkten rechnet sie mit Madonna ab und begründet, warum sie ihr nicht die erwartete Aufmerksamkeit zuteil werden ließ. In Kurzform steht dort, dass Madonna sämtliche Regeln eines Staatsbesuches missachtet habe und daher als gewöhnliche Touristin betrachtet wurde. Außerdem nehme man die Art und Weise, wie Madonna Wohltätigkeit betreibt, nicht als echte Wohltätigkeit wahr, die für gewöhnlich still und leise, anonym und ohne Gegenleistung erfolgt, sondern als ein Versuch die malawische Regierung über geforderte ewige Dankbarkeit an sich zu binden und damit erpressbar zu machen. Banda macht deutlich, wer in Malawi das Sagen hat, nämlich sie, die Präsidentin, und kein von Egomanie getriebener Popstar, der sich anmaßt, mithilfe von Ruhm und Geld das Präsidentenamt eines anderen Landes zu unterminieren.

Das sind harte Vorwürfe, die dort in den 11 Punkten aufgeführt werden, und die nur schwer, falls überhaupt, zu überbrücken sein werden. Es scheint, dass wenn Madonna ihre Projekte in Malawi fortführen möchte, sie dies in den nächsten Jahren ohne die Zustimmung der malawischen Regierung tun werden muss. Eine enge Freundschaft zwischen Madonna und Joyce, wie in dem Brief herauf beschworen, wird es sobald nicht geben.

Quellen: NY Daily News, Nayasa Times

Krieg der Worte

Das Verhältnis zwischen Madonna und Joyce Banda, der Präsidentin von Malawi, hat sich leider nicht gebessert, eher sogar noch zugespitzt, da beide sich nun über ihre jeweiligen Pressesprecher Boshaftigkeiten zukommen lassen. Madonna hatte über ihren Sprecher Trevor Neilsen mehrmals versucht, telefonisch und per Brief, es zu einem Treffen während ihres Besuchs in Malawi kommen zu lassen. Doch sämtliche Anfragen sind ignoriert worden. Es gab lediglich die lapidare Antwort, dass der Terminkalender der Präsidentin voll sei. Ganz offensichtlich ist Joyce Banda noch immer sehr sauer auf Madonna, denn ihre Schwester Anjimile Mtila-Oponyo war unter den ehemaligen Raising Malawi Mitarbeitern, die von Madonna wegen des Spendenbetrugs entlassen worden waren. Anjimile war CEO der Organisation gewesen und musste sich Diebstahl von Spendengeldern vorwerfen lassen. Kurz danach letztes Jahr wurde dann Joyce Präsidentin von Malawi und nutzt nun ihre Macht, es Madonnas Projekt so schwer wie möglich zu machen, offensichtlich aus Rache für die Entlassung ihrer Schwester, die nun eine Stellung im Ministerium für Bildung hat. Madonnas Sprecher hat nun zuletzt verlauten lassen, dass es eine Schande sei, dass Joyce sich so vom Zorn der Schwester beeinflussen lasse und keine eigenen Entscheidungen treffe.

Madonna selbst drückt deutlich aus, dass sie trotz aller Schwierigkeiten auf jeden Fall an ihrem Engagement für die Kinder in Malawi festhalte: “Ich möchte sagen, dass die Gründe dafür, dass ich hier bin, sich nie geändert haben. Ich bin hier, weil mir die Kinder von Malawi sehr am Herzen liegen. Das hat meine höchste Priorität. Egal welche Herausforderungen, Höhen oder Tiefen es geben mag, und egal was ich hier erfahren und gelernt habe, ich habe mein Engagement für die Kinder nicht vergessen, mein Engagement für die Waisen, aber eigentlich für alle Kinder in Malawi.”

Auch eine Videobotschaft von Madonna gibt es.

Quellen: Telegraph, Telegraph

Eine Schule für Mali

Wie unsere Leser wissen, hat sich Madonna mit der Hilfsorganisation buildOn zusammengetan, um in Afrika die ihr am Herzen liegenden Schulen für Mädchen und Frauen zu bauen. Wie sie nun fröhlich verkündete, steht eine weitere Schule kurz vor dem Fertigbau, dieses Mal in Mali. Die Schule ist nicht für Mädchen gedacht, sondern soll eine weiterführende Schule für junge Frauen sein.

Das Engagement in Mali überrascht etwas, denn von dem westafrikanischen Staat war bislang noch nie die Rede gewesen. Doch nach den noch immer anhaltenden Schwierigkeiten mit Präsidentin Banda in Malawi (s. unsere Artikel vom 07.04. und 11.04.2013) hat sich Madonna vorerst wohl einen neuen Aktionsort gesucht um zu beweisen, dass sie Schulen bauen kann.

 

Quelle: Instagram

Erste Berichte aus Malawi

Und es geht auch schon los. Die ersten Fotos und Berichte von Madonnas aktuellem Trip nach Malawi erreichen das Internet. Sie besuchte das Queen Elizabeth Kinderkrankenhaus in Malawis Hauptstadt Blantyre und lobte dort die Arbeit von Professor Borgstien. Außerdem stattete sie dem Kondanani Waisenhaus einen Besuch ab. Da in den USA gestern und heute Thanksgiving gefeiert wird, nahm sie dies zum Thema, um auf die Missstände in Malawi aufmerksam zu machen und zu verdeutlichen, wie gut es uns allen in der westlichen Welt geht, und dies nicht selbstverständlich ist. Thanksgiving ist so etwas wie das Erntedankfest in Deutschland, hat aber in den USA einen viel höheren Stellenwert und sind zwei offizielle Feiertage. An diesen zwei Tagen danken die Amerikaner Gott für die Nahrung, die er den Menschen bereitstellt. In Malawi steht daher nach Madonnas Ansicht die Welt Kopf, denn hier gibt es viel zu wenig Nahrung für die Menschen, und es ist die Pflicht des reichen Westens, den Menschen dort zu helfen, den Geist von Thanksgiving nicht nur auf Danksagungen zu beschränken sonder auch aktiv zu teilen und zu geben. David und Mercy waren bei all ihren Besuchen dabei. Madonna möchte ihnen zeigen, wo ihre Wurzeln liegen und ihnen verdeutlichen, wie gut es ihnen geht, seit sie mit ihr in den USA leben.

Weiterhin ist zu vermerken, dass Malawi einen neuen Präsidenten hat: Peter Mutharika. 18 Monate ist es her, dass Madonna Malawi zuletzt besuchte und sich dabei mit der damaligen Präsidentin Joyce Banda überwarf (s. unsere diversen Artikel vom April 2013). Banda hatte nach diversen Vorwürfen von Fehlverhalten Madonna den VIP-Status in ihrem Land entzogen. Mutharika hat diesen Status nun wieder hergestellt und wird Madonna am heutigen Freitag persönlich treffen. Es wird erwartet, dass Mutharika Madonnas Hilfsarbeit in Malawi unterstützen wird.

Madonna fand auch Zeit für eine Party. Malawis Gesundheitsministerin Dr. Jean Kalilani hat zu einem informellen Empfang geladen, bei dem diverse Politiker, Botschafter und Mitglieder von Madonnas Hilfsorganisation Raising Malawi zugegen waren. Besonders interessant hierbei: Jean Kalilanis Sohn ist Tay Grin, Malawis bekanntester Rapper. Auch er war eingeladen, und natürlich hatten er und Madonna einiges zu bequatschen und gaben auch eine kurze musikalische Einlage für die anderen Gäste. In der Daily Mail gibt es ein Foto von den beiden.

Quellen: Instagram, Daily Mail, Nyasa Times

Madonna muss warten

Normalerweise werden VIPs in Malawi auch als solche behandelt. So müssen Berühmtheiten und Politiker z. B. am Flughafen nicht mit den anderen Reisenden beim Checkin anstehen sondern bekommen Zugang zu einer exklusiven VIP Lounge und werden mit einer Limousine zu und vom Flieger gefahren. So ist es auch bei Madonnas Einreise nach Malawi geschehen.

Beim Abflug sah es allerdings anders aus. Man verwehrte ihr den Zugang zur Lounge, und sie musste zusammen mit allen anderen Passagieren am Checkin-Schalter warten und durch die gewöhnliche Sicherheitskontrolle gehen. Offensichtlich hatte ihr Präsidentin Joyce Banda, als Gipfel des voraus gegangenen Krieges der Worte, nun auch noch den VIP Status entzogen. Madonnas Sprecher Trevor Neilson und ihre Sicherheitsleute versuchten mit dem Flughafenpersonal zu verhandeln, doch sie durften ohne ausdrückliche Erlaubnis Madonna den Zugang zur Lounge nicht gewähren. Natürlich war Madonna gar nicht amüsiert darüber, in einer Schlange mit gewöhnlichen Leuten warten zu müssen. Ihre Kinder jedoch fanden es durchaus interessant, sich mal mit anderen Kindern unterhalten zu können. Insbesondere David sprach gern andere Kinder an, doch seine Mutter rief ihn immer wieder zurück.

Quelle: Independent

Madonna erklärt Strip

Da der Stripteil der Show immer wieder für Aufregung und abwertende Rezensionen sorgt, hat sich Madonna selbst während der Show in Las Vegas dazu geäußert. Sie erklärte:

“Eines Tages kam ein Mann zu mir und sagte: ‘Warum musst du auf der Bühne deinen Hintern zeigen?’ Und ich sagte zu ihm: ‘Warum muss überhaupt irgendjemand auf der Bühne seinen Hintern zeigen?’ – Damit die Leute aufpassen! Einigen gefällt es, wenn ich meinen Hintern zeige. Andere finden es obszön. Hier ist, was ich obszön finde: Fehlende Menschlichkeit untereinander; die Tatsache, dass wir, wenn es hart auf hart kommt, meist Krieg statt Kompromiss wählen, Verurteilung statt Mitgefühl und Angst statt Liebe. Das ist obszön.”

In diesem Clip könnt ihr Madonna in ihren eigenen Worten hören.