Überraschungen in Paris

Dass Madonna eine besondere Liebe zu Frankreich im Allgemeinen und zu Paris im Besonderen verspürt, wissen die Fans nicht erst seit dem MDNA Auftritt im L’Olympia. Und aufgrund ihrer bewegenden Rede zu den jüngsten Terrorattacken in Paris während des Konzerts in Stockholm war durchaus mit einigen Besonderheiten während ihrer Konzerte in Paris zu rechnen. Doch was sie den Fans während der letzten zwei Tage bot, übertraf alle Erwartungen.

Schon das große “Frieden für Paris”-Symbol auf dem Videoscreen ließ ahnen, das einiges kommen würde. Im Überraschungsteil des ersten Konzerts gab es einen bislang nie gespielten Song, und vermutlich wird er auch in anderen Städten nicht mehr gespielt werden: Der Redemption Song, eine Coverversion eines Liedes von Bob Marley, das Sterblichkeit und Erlösung behandelt. Und als weitere Überraschung ließ sich Madonna dabei von Sohnemann David Banda an der Gitarre begleiten; und Vocals (wenn auch etwas schief) steuerte der junge Mann auch bei.

Bei Music eine weitere Überraschung: Plötzlich stimmte Madonna die Marseillaise an und erzeugte damit patriotische Stimmung.

Die Bitch des Abends war kein Geringerer als Jean-Paul Gaultier.

Doch die wirklichen Schlagzeilen in der weltweiten Presse machte ihr spontan angekündigter Auftritt am Place de la République nach der ersten Show. Per Twitter wurden die ahnungslosen Fans darüber informiert, dass sich Madonna direkt nach der Show zu dem geschichtsträtigen Platz aufmachen würde, um dort gratis weitere Songs zu singen, und man solle sich doch dort zahlreich einfinden. Wer der Aufforderung nachkam, wurde Zeuge eines intimen Moments, in dem Madonna, wiederum in Begleitung von David, Ghosttown, Imagine und Like A Prayer in akustischen und intim reduzierten Versionen darbot und somit den Opfern der Terroanschläge gedachte.

Beim zweiten Pariskonzert gab es dann Like A Prayer direkt im Überraschungsteil und einen echten Fan als Bitch: Christine.

 

Überraschungen in London

In London ist es nicht ungewöhnlich, dass sich gleich mehrere Stars im Publikum befinden. Und so hatte Madonna an beiden Abenden die Wahl unter mehreren Promis als Bitch des Abends. Am ersten wählte sie Stella McCartney, am zweiten traf es Graham Norton, beides gute Freunde von ihr.

Da am 1. Dezember Weltaidstag war, widmete Madonna ihre Rede an diesem Tag dieser Krankheit und wies darauf hin, dass obwohl Aids mehr und mehr in Vergessenheit gerät, sie noch immer da ist, dass die gesamte Familie ihres Adoptivkindes Mercy an Aids gestorben ist, und dass es aber auch Helden gibt, die seit 3 Jahrzehnten gegen die Krankheit kämpfen und versuchen, ein Heilmittel zu finden.

Am 2. Dezember sendete sie Geburtstagsglückwünsche an Britney Spears und trug zu ihren Ehren keine Unterwäsche.

Erstmals gab es im Überraschungsteil Drowned World zu hören.

Videos aus Mannheim

Endlich gibt es ein paar Videos aus Mannheim, inklusive einem von der Bitch des Abends.

Ein Schnitzel in Mannheim

Es war schon angekündigt gewesen, dass Madonna sich in Mannheim verspäten würde. Es war nämlich der einzige Termin in dem Tourplan, wo kein freier Tag zwischen einem Stadtwechsel lag, und so musste die Bühne erst über Nacht von Antwerpen nach Mannheim transportiert und dann aufgebaut werden. So war der Showstart um 22:55 der bislang späteste. Doch das machte den Fans in der SAP Arena gar nichts. Sie feierten ihren Star natürlich trotzdem. Leider musste das Dress You Up-Medley wieder fehlen. Es gab nur Who’s That Girl als Überraschungssong.

Und endlich gab es nach Nina in Köln #2 auch wieder einen echten deutschen Fan als Bitch des Abends. Und Patrick hatte gleich doppelt Glück. Zunächst fing er bei Material Girl den Brautstrauß. Von Madonna auf seine Qualitäten als Ehemann hin abgeklopft gab sie ihm dann den Spitznamen Schnitzel. Und dann später wurde er noch als Bitch auserkoren. Tänzerisch gab er sich zwar etwas schwerfällig. Auch Madonnas Witze auf seine Kosten verstand er nicht so ganz, was aber der allgemeinen Komik zutrug. Er war eine der witzigsten Bitches bislang.

Rezensionen zur Show gibt es bei mannheim24 und morgenweb.

Tourverlängerung?

Eigentlich vermuten ja viele Fans, dass die Rebel Heart Tour Madonnas letzte Tour sein könnte. Insbesondere wenn man sich das VIP Geschenk anschaut, gelangt man zu dem Eindruck, dass sie mit diesem Rückblick in Buchform auf alle vergangenen Tourneen Abschied nehmen will. Und wenn sie in den kommenden Jahren ihre Pläne verwirklicht und einen neuen Film dreht und eine Comedy Tour macht, wäre sie nach Fertigstellung eines weiteren Albums mindestens 60 Jahre alt. Eine Tour mit den gewohnten Ausmaßen und eine ständig tanzende Madonna erscheinen da unrealistisch. Außerdem hat sie mit dieser Tour ihren Vertrag mit Live Nation erfüllt. Für eine weitere Tour müsste sie einen neuen Vertrag aushandeln oder eine andere Touringfirma finden.

Allerdings hört man, dass Live Nation mit den Ticketverkäufen für die Rebel Heart absolut nicht glücklich ist. Da hatte man deutlich mehr erwartet. Insbesondere in den USA war man von deutlich mehr Shows ausgegangen. Doch die Ticketverkäufe erlaubten in den meisten Staaten nur eine Show. Auch London enttäuschte sehr. Nun soll Live Nation Madonna angeblich dazu drängen, die Tour zu verlängern und neue Termine im Sommer 2016 hinzu zu fügen. Tel Aviv soll schon im Gespräch sein, außerdem diverse Orte in Südamerika.

Dies würde Madonnas Filmpläne natürlich durchkreuzen, zumindest verschieben, sodass abzuwarten bleibt, ob sie sich darauf einlässt. Auch eine ganz neue Tour würde dadurch in weitere Ferne rücken.

Was auch immer hier passieren mag, man kann sich nicht wirklich vorstellen, dass Madonna so völlig unscheinbar von der Bildfläche verschwinden wird. Sie hat bestimmt noch viele Pläne. Und eine große Abschiedstournee gehört sicher auch dazu. Sobald bekannt wird, dass sie tatsächlich das letzte Mal touren sollte, werden die Tickets ganz sicher hoch begehrt, und diese letzte Tour wird ein Riesenerfolg werden. Wie besser könnte sie sich verabschieden als mit einer großen, bombastischen Welttournee, die überall die Kassen klingen lässt?

Adam & Eva in Barcelona

​In Barcelona #1 war mal wieder ein Promi die Bitch des Abends, und zwar Jon Kortajarena, das spanische Model, das auch im Bitch, I’m Madonna Video einen Cameo-Auftritt hat. Madonna schien wirklich scharf auf ihn zu sein, denn sie lobte ihn mehrmals wegen seines Körpers, sagte mehrmals “Te amo” (Ich liebe dich) zu ihm und sprang ihn dann auch noch an. Als Belohnung gab es dieses Mal keine Banane sondern einen Apfel, damit sie mit ihm den Adam-und-Eva-Sündenfall nachspielen konnte. Sie steckte ihm den Apfel in den Mund und biss dann von der anderen Seite ab.

Bei Barcelona #2 gab es dann wieder einen glücklichen Fan. Oskar hatte zwar einen tollen Körper, verstand aber leider gar kein Englisch und gab auf Madonnas Fragen völlig unsinnige Antworten.

Seit Turin gibt es einen Trend zu zwei Überraschungssongs! Obwohl das Dress You Up-Medley in beiden Barcelona-Shows gespielt wurde, gab es zusätzlich noch Who’s That Girl und Don’t Tell Me in Barcelona #1 und Who’s That Girl und Like A Prayer in Barcelona #2. Hoffen wir, dass Madonna diese Tradition beibehält und dies nicht nur Ausnahmen für ihre zwei Lieblingsländer waren.

Mit Spannung hatten die Fans erwartet, wie Madonna das Dilemma mit der Flagge bei Holiday lösen würde. Spanien dürfte nämlich wahrscheinlich das einzige Land auf der Tourliste sein, wo die Frage nach der Flagge nicht so leicht zu lösen ist. Barcelona liegt nämlich im katalanischen Teil Spaniens und hat eine eigene Flagge. Mit der spanischen Flagge würde sie die katalonischen Fans verprellen; mit der katalonischen Flagge die spanischen. Madonna erwies sich als gewitzt und nutzte keine der beiden sondern stattdessen die Flagge des Barcelonaer Fußballclubs.

Überraschungen in Turin

In Turin überraschte Madonna ihre Fans mit einem ganz neuen Outfit. Das von Gucci entworfene, hautenge Kostüm trug sie zum Überraschungssong, der erstmals Don’t Tell Me war, zu sehen in diesem Facebookvideo. Der Song diente als politisches Statement, sich niemals von irgend jemandem etwas verbieten zu lassen. Wie es scheint, hält Madonna noch einige Überraschungen für uns im Laufe der Tournee parat.

Eine terroristische Bedrohung, die befürchtet worden war, gab es nicht.

turin-kostuem

“Italians do it Better!💃🎉‼. Thank you Gucci! 🙏🏻. Thank you Turin! ❤ ‪#‎rebelhearttour‬” -Madonna

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Paris

Nach Turin kündigen nun auch die Sicherheitsbeauftragten von Bercy in Paris an, dass die Sicherheitsvorkehrungen für die beiden Madonna Shows erhöht werden. So wird es Fans nicht erlaubt sein, schon nachts vor der Show vor der Arena zu campieren. Der Checkin wird morgens um 10 Uhr öffnen, und vorher dürfen sich dort keine Fans versammeln. Fans werden an drei separaten Checkpoints kontrolliert, bevor sie in den Wartebereich dürfen. Es dürfen keine Rucksäcke, Taschen, Flaschen oder Essen mit in die Arena genommen werden. Es wird auch keine Schließfächer für solche Artikel geben. Die Veranstalter behalten sich vor, bei dramatischen Ereignissen die Shows abzusagen.

Terrorgefahr in Turin

An drei Abenden wird Madonna in Turin auftreten, am 19., 21. und 22. November. Und die italienische Polizei hat Alarm geschlagen, weil 1200 der 33.000 verkauften Tickets an Adressen in Saudi-Arabien und Afghanistan verkauft wurden. Es bestehe die Möglichkeit, dass Terroristen diese Tickets gekauft haben, um die Konzerte zu infiltrieren. Entsprechend wurden die Sicherheitsmaßnahmen für die Turiner Konzerte erhöht. Die örtliche Polizei hat den Sicherheitsplan reaktiviert, der letztes Jahr bei der Ausstellung des Grabtuches zum Einsatz gekommen war. Demzufolge werden Besucher beim Einlass durch drei Zonen geleitet; in jeder Zone wird etwas anderes genau kontrolliert werden: Rucksäcke und Taschen, Tickets und die persönliche Identität. Der Einlass wird sich dadurch erheblich in die Länge ziehen, und es wird den Fans empfohlen, sich möglichst frühzeitig anzustellen.

Prinzipiell werden die Sicherheitsvorkehrungen aber bei allen zukünftigen Konzerten erhöht werden, wie Live Nation bekannt gab. Unkontrollierte Rucksäcke mit in die Arena zu nehmen, wie es in Berlin möglich war, wird nicht mehr gestattet werden.

Wir wünschen allen Fans sichere Shows, egal wo auf der Welt.

Quelle: affaritaliani.it

Ein Gebet in Stockholm für Paris

Einen Tag nach den Anschlägen in Paris war das Konzert in Stockholm angesetzt, und Madonna hatte natürlich überlegt, ob sie das Konzert absagen solle, sich dann aber dafür entschieden, es zu geben. Sie nutzte ihre Show für eine große, emotionale Rede, in der sie erklärte, dass es wichtig ist, weiter das Leben zu feiern und sich die Freiheit und die Freude am Leben nicht von Terroristen nehmen zu lassen. Weiterhin führte sie aus, dass der einzige Weg, die Welt zu verbessern, nicht darin bestünde, die Menschen, die anders seien und die man nicht verstehe, zu töten oder zu hassen, sondern ihnen mit Verständnis und Würde zu begegnen. Natürlich sei es schwer, einen Menschen, der so ganz anders ist als man selbst, zu lieben. Aber man muss es jeden Tag versuchen, denn nur so wird die Welt ein besser Ort. Die Rede ging dann über in Like A Prayer. Guy Oseary hat den bewegenden Moment aus den professionellen Aufnahmen der Kameraleute der Show zusammengschnitten und offiziell gepostet.

U2, ebenfalls gemanagt von Guy Oseary, hatten gestern auch ein Konzert geplant, allerdings in Paris. Hier kann man gut verstehen, dass sie es abgesagt haben.

Frieden für Paris und die Welt

Nach den Anschlägen von Paris drückt natürlich auch Madonna ihr Mitgefühl aus und ruft zu Frieden in der ganzen Welt auf.

Mit dem Foto und dem Hashtag #ELLISstory bezieht sie sich auf den aktuellen Film ELLIS mit Rober DeNiro, der von den Flüchtlingen handelt, die seinzerzeit über Ellis Island nach New York immigriert sind.

frommyrebelhearttotheworld

“We Are All Immigrants‼ ‪#‎ELLISstory‬ We all bleed the same color……We are all ONE 🙏 🏻 🙏 🏻 🙏 🏻 Pray For Peace! In Paris and all around the World ❤ ‪#‎rebelheart‬” -Madonna

Fotos aus Berlin #2 – Teil 2

Und hier die zweite Serie Fotos aus Berlin #2

Fotos aus Berlin #2 – Teil 1

Hier die erste Serie Fotos aus Berlin #2

Fotos aus Berlin #1 – Teil 2

Und hier kommt der zweite Satz Fotos aus Berlin #1

Viele Überraschungen bei Berlin #2

​Für Berlin #2 war die gefürchtete DJane Mary Mac zurück. Aber sie hatte offenbar ihre Hausaufgaben gemacht und sich erkundigt, was man in Deutschland denn so gerne hört und wartete mit einem komplett neuen und deutlich besseren Set auf und überraschte sogar mit Nenas 99 Luftballons.

Sowohl die Fans als auch Madonna waren dieses Mal besonders gut drauf und steckten sich gegenseitig mit guter Laune an. Der heimliche Höhepunkt war der Überraschungssong, Like A Prayer, der akustisch begann, und ab der Mitte dann voll aufdrehte. Jubelnde Fans auf allen Rängen. Es folgte eine emotionale Rede über Freiheit und Toleranz, ähnlich aber länger als in der ersten Show, die zu Rebel Heart überleitete – wieder jubelnde und mitspringende Fans auf allen Rängen.

Bei Music gab es eine kleine Variation. Nachdem Madonna sich gespielt mühselig auf das Klavier hoch gearbeitet hatte und sie normalerweise “I made it to the top” sagt, hieß es diesmal “If I can make it here, I can make it everywhere.” Später bewies sie uns noch, dass die sogar auf Deutsch von Eins, bzw “Ein” bis “Zehn” zählen kann.

Das Dress You Up Medley fehlte wieder komplett. Durch ihre längere Rede und weitere Interaktionen mit den Fans und diversen Gags streckte Madonna die Show aber trotzdem auf die gewohnten 130 Minuten. Man hatte teilweise den Eindruck, dass sie schon für ihre Comedy Tour übt: “I have not been very lucky in the arena of marriage. I’m still waiting for the right…”, lange Pause, “…diamond.”

Fans, die hofften, Bitch des Abends zu werden, wurden allerdings wieder enttäuscht. Das frühere Material Girl Model Rita Ora war zugegen, und natürlich wurde sie daher die Bitch. Und sie präsentierte sich auch als Rampensau, die ihren Auftritt genoss. Nach Idris Elba und dem falschen Alexander bleibt also Nina bislang die einzige echte deutsche Fan Bitch.

Weitere Fotos folgen.